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Der Großhändler Zander aus Freiburg erweitert seine Intralogistik am Heimatstandort im Breisgau. Auftragnehmer ist Element Logic, ein AutoStore-Partner der ersten Stunde. Das beauftragte System umfasst 40.000 Behälter, 20 R5-Roboter sowie automatisierte Verpackungstechnik. Die Anlage soll Anfang 2028 in Betrieb gehen.

Was geplant ist

Das AutoStore-System erhält vier sogenannte Carousel Ports und elf Conveyor Ports. Diese Übergabestellen steuern, wie Behälter für Einlagerung, Auslagerung und Umlagerung bereitgestellt werden. Ergänzt wird das automatische Kleinteilelager, kurz AKL, durch Fördertechnik für Kartons sowie Maschinen, die unterschiedliche Kartontypen automatisch aufrichten und verschließen. Lagerung, Kommissionierung, Materialtransport und Verpackung sollen so in einem durchgängigen Prozess laufen.

Ausgangslage am Standort

Zander Freiburg ist Teil einer inhabergeführten Unternehmensgruppe mit bundesweit über 100 Standorten. Der Großhändler beliefert Handwerksbetriebe, Installationsunternehmen sowie Industrie- und Gewerbekunden. Am Breisgauer Standort lagert das Unternehmen mehr als 34.000 verschiedene Artikel aus den Bereichen Elektro, Sanitär und Heizung.

Die bestehende Logistik bewältigt bereits komplexe Anforderungen: Verwaltung und Rückverfolgung von Kabeltrommeln, individuelle Etikettierungen, Kanban-Belieferungen sowie die Lagerung kundenspezifischer Maßteile. Das neue AutoStore-System ersetzt diese Prozesse nicht, sondern ergänzt sie um eine skalierbare, automatisierte Behälterlagerung.

Zehn Jahre Zusammenarbeit als Basis

Zander Freiburg arbeitet seit mehr als zehn Jahren mit Element Logic zusammen. Seit 2015 steuert das Warehouse-Management-System des norwegischen Anbieters die Logistikprozesse am Standort. Wareneingang, Kommissionierung, Versand und Retouren laufen bereits systemgestützt und weitgehend beleglos.

Das neue AutoStore-Projekt baut auf dieser digitalen Basis auf und fügt eine weitere Automatisierungsstufe hinzu, ohne das bestehende System zu ersetzen.

Was das für vergleichbare Betriebe bedeutet

Das Projekt folgt einem Muster, das im Großhandel und in der Distributions-Logistik des Mittelstands häufiger vorkommt. Automatisierung erfolgt schrittweise, nicht als Einmalentscheidung. Bestehende WMS-Strukturen bleiben erhalten, neue Komponenten werden eingebunden, nicht neu aufgesetzt.

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AutoStore-Systeme arbeiten nach dem Prinzip der kubischen Lagerung: Behälter werden in einem Raster gestapelt, Roboter fahren oben auf dem Gitter und heben gezielt Behälter heraus. Das Prinzip erlaubt eine hohe Lagerdichte auf vergleichsweise kleiner Grundfläche. Für Standorte mit begrenzter Hallenkapazität ist das ein relevanter Faktor.

Element Logic bezeichnet sich nach eigenen Angaben als weltweit größten AutoStore-Integrator. Das Unternehmen übernimmt neben der Systeminstallation auch Fördertechnik und Softwareintegration. Im Fall Zander liefert Element Logic ein Gesamtpaket aus einer Hand.

Einordnung

Zander Freiburg erweitert seine Logistik auf Basis einer gewachsenen IT-Infrastruktur. Das Projekt zeigt, wie mittelständische Großhändler Automatisierung in bestehende Prozesse einbetten, ohne diese grundlegend umzubauen. Der Zeithorizont bis Anfang 2028 lässt Zeit für eine geordnete Inbetriebnahme. Für Einkaufs- und Logistikleiter in vergleichbaren Betrieben ist das Projekt ein Referenzfall für schrittweise Lagerautomatisierung im laufenden Betrieb.