Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.
Trumpf präsentiert auf der EuroBLECH 2026 in Hannover, Halle 11, die TruLaser Weld 3000. Die Roboter-Laserschweißzelle hat eine kompakte Bauform und eine KI-gestützte Programmierung. Das Ditzinger Unternehmen richtet sich damit an Blechverarbeiter, die mit Fachkräftemangel, häufig wechselnden Bauteilen und knappem Hallenvolumen kämpfen.
Programmierung: 50 Prozent weniger Aufwand
Die Anlage lässt sich direkt an der Maschine oder per Offline-Software vom Büroarbeitsplatz aus einrichten. Die Software heißt TruTops Weld und erstellt Schweißprogramme auf Basis von CAD-Daten. Während die Maschine produziert, kann ein Mitarbeiter parallel das nächste Programm vorbereiten, was Stillstandzeiten bei Bauteilwechseln reduziert.
Für Korrekturen am fertigen Programm gibt es zwei Wege. Die Funktion TeachLine Touch erlaubt es, Schweißpunkte per Fingertipp auf dem Maschinenbildschirm zu verschieben. Die Erweiterung TeachLine AI geht weiter: Ein KI-basiertes Verfahren erkennt Abweichungen der Schweißpunkte vom Soll automatisch und korrigiert die Roboterbahn anhand der realen Bauteilgeometrie. Laut Trumpf sinkt die kombinierte Programmier- und Einrichtzeit dadurch um bis zu 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Methoden.
Für Betriebe bedeutet das: Auch Mitarbeiter ohne tiefe Schweißkenntnisse können die Anlage einrichten. Das entlastet erfahrene Fachkräfte und verringert die Abhängigkeit von einzelnen Spezialisten in der Produktion.
Kompaktere Optik, größeres Teilespektrum
Trumpf hat für die TruLaser Weld 3000 eine neue Schweißoptik entwickelt, die rund 40 Prozent kleiner ist als bisherige Ausführungen. Der Roboter erreicht damit Bereiche, die vorher manuell nachgearbeitet werden mussten: Innenräume tiefer Gehäuse, Kisten und Boxen. Betriebe können so ein breiteres Teilespektrum automatisiert fertigen und manuelle Folgeoperationen reduzieren.
Prozesstechnik für Spaltüberbrückung und Spritzervermeidung
Trumpf setzt in der Anlage auf drei Schweißverfahren, die Prozessstabilität und Nahtqualität sichern sollen.
Brightline Scan
Diese Funktion kombiniert einen Hochfrequenz-Scanner mit motorischer Fokusverstellung. Sie ermöglicht eine Spaltüberbrückung von bis zu 0,4 Millimeter und erzeugt breitere Schweißnähte, was den Toleranzausgleich bei variierenden Bauteilmaßen verbessert.
Brightline Weld
Hier wird die Laserleistung auf einen Innen- und einen Außenkern im Laserlichtkabel aufgeteilt. Das verringert Spritzer, besonders beim Tiefschweißen. Geringerer Spritzereintrag bedeutet weniger Reinigungsaufwand und stabilere Nahtqualität.
Fusionline
Für Spalte bis etwa 1,5 Millimeter oder für Werkstoffe, die einen Zusatzwerkstoff erfordern, kombiniert Fusionline den Laser mit Zusatzdraht. Der Draht wird gezielt in die Schweißzone eingebracht, was den Anwendungsbereich auf schwieriger zu fügende Materialkombinationen erweitert.
Trumpf als Systemanbieter
Die TruLaser Weld 3000 steht nicht allein. Trumpf verfolgt eine breitere Strategie weg vom reinen Maschinenverkauf hin zu integrierten Robotik- und Softwaresystemen für die Blechbearbeitung. KI-Funktionen werden dabei zum festen Bestandteil des Produktportfolios. Hintergrund ist der Wettbewerb mit chinesischen Anbietern, die bei reinen Maschinenfunktionen aufgeholt haben. Ditzingen setzt dagegen auf Systemkompetenz und datenbasierte Prozesssteuerung.
Fazit
Die TruLaser Weld 3000 richtet sich an konkrete Engpässe in der Blechfertigung. Halbierte Rüstzeiten, eine kleinere Optik für schwer zugängliche Bauteilbereiche und KI-gestützte Bahnkorrektur sind messbare Eigenschaften. Für Betriebe mit kleinen Losgrößen, vielen Varianten und knappem Platz lohnt eine genaue Prüfung, ob die Anlage Durchlaufzeiten und Personalaufwand tatsächlich senkt. Die EuroBLECH 2026 bietet dafür Gelegenheit zur Direktbewertung.




















