Stell dir vor, ein Unternehmen sichert sich so viele neue Aufträge, dass es für Jahre ausgelastet ist. Genau das ist dem Technologiekonzern im letzten Quartal gelungen.
Der Auftragsbestand kletterte auf ein Allzeithoch von 120 Milliarden Euro. Das ist ein klares Signal für langfristige Stärke.
Im ersten Abschnitt des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Auftragseingang von 21,4 Milliarden Euro. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.
Gleichzeitig stieg der Umsatz um 8 Prozent. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,12 zeigt: Es kommen mehr Bestellungen herein, als fertiggestellt werden.
Dieser erfolgreiche Beginn schlug sich auch im Ergebnis nieder. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft belief sich auf 2,22 Milliarden Euro.
Das Management ist so zuversichtlich, dass es die Jahresprognose bereits nach diesem einen Quartal erhöht hat. Die Reaktion der Börse war deutlich.
Die Aktie gewann am Vormittag über 6 Prozent an Wert. Damit wurde der Konzern wieder das wertvollste Unternehmen im deutschen Leitindex.
Die wichtigsten Punkte
- Der Technologiekonzern begann das Geschäftsjahr 2026 mit außergewöhnlich guten Zahlen.
- Ein Auftragseingang von 21,4 Milliarden Euro belegt die hohe Nachfrage nach seinen Lösungen.
- Ein Book-to-Bill-Verhältnis über 1 garantiert zukünftiges Wachstum.
- Der Rekord-Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro bietet langfristige Planungssicherheit.
- Der Quartalsgewinn von 2,22 Milliarden Euro spiegelt eine starke operative Leistung wider.
- Die sofortige Prognoseerhöhung zeigt das große Vertrauen des Managements.
- Alle drei Hauptgeschäftsfelder trugen zu diesem erfolgreichen Start bei.
Überblick über den starken Geschäftsjahresstart
Die veröffentlichten Kennzahlen für das ersten quartal erzählen eine Geschichte von robustem wachstum. Sie geben dir einen tiefen Einblick in die echte entwicklung.
Erste Quartalszahlen im Detail
Der ausgewiesene gewinn lag bei 2,22 milliarden euro. Das erscheint niedriger als die 3,87 milliarden euro vom Vorjahr.
Doch dieser hohe Wert im Vorjahr enthielt einen Sondereffekt von 2,1 milliarden aus dem verkauf eines Geschäftsbereichs. Der besser vergleichbare gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg stattdessen um etwa 25 prozent.

| Kennzahl | Q1 2026 | Q1 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 19,1 milliarden euro | 18,4 milliarden euro | +4 prozent |
| Auftragseingang | 21,4 milliarden euro | 20,0 milliarden euro | +7 prozent |
| Gewinn (fortgeführt) | 2,22 milliarden euro | 1,77 milliarden euro | ~25 prozent |
| Ergebnis industrielle Geschäfte | 2,9 milliarden euro | 2,5 milliarden euro | +16 prozent |
| Free Cash Flow | 0,7 milliarden euro | 1,1 milliarden euro | Saisonal bedingt |
Rekordwerte und beeindruckende Wachstumszahlen
Der auftragseingang von 21,4 milliarden euro ist ein starkes Signal. Er liegt deutlich über dem umsatz, was für zukünftiges wachstum spricht.
Das ergebnis der industriellen Sparten erreichte 2,9 milliarden euro. Die Marge von 15,6 prozent übertrifft die Erwartungen.
Für dich als Anleger ist das Ergebnis je Aktie von 2,80 Euro eine wichtige Größe. Der Free Cash Flow im ersten quartal ist solide.
CEO Roland Busch führte den starken Start auf die gemeinsame Leistung des Teams zurück. Das gibt Vertrauen für den Rest des geschäftsjahr.
Siemens startet stark ins Geschäftsjahr – Auftragseingang und Umsatz steigen
Die Finanzwelt nahm die guten Nachrichten aus dem Konzern mit einem spürbaren Kurssprung auf. Deine Aufmerksamkeit gilt nun der Reaktion der Investoren und den langfristigen Folgen.
Markt- und Unternehmenszahlen im Rückblick
Nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse schnellte die Aktie um mehr als sechs Prozent nach oben. Damit eroberte das Unternehmen durch seine gestiegene Marktkapitalisierung erneut den Spitzenplatz im DAX von SAP zurück.
Vor rund 3.500 Teilnehmern auf der Hauptversammlung äußerte sich CEO Roland Busch differenziert. Er freute sich über die eigene Entwicklung, bedauerte aber den Wertverlust von SAP, da starke Technologieunternehmen wichtig sind.
Busch legte dar, dass sein Konzern in den vergangenen Jahren viel schneller an Wert gewann als der DAX-Index. Die Veranstaltung am 12. Februar 2026 lief parallel zur Pressekonferenz.
Du siehst hier eine langjährig positive Entwicklung der Aktie. Der Chef kündigte an, die nächste Stufe des Wachstums und den Einsatz industrieller KI zu erläutern. Diese Hauptversammlung unterstrich die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Entwicklung in Smart Infrastructure und Digital Industries
Hinter den starken Gesamtzahlen stecken besonders dynamische Entwicklungen in den Bereichen intelligenter Infrastruktur und digitaler Industrie.
Erfolge in der Sparte Smart Infrastructure
Du siehst hier den stärksten Gewinnbringer. Das Ergebnis stieg um 18 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro.
Der Auftragseingang erreichte mit 7,2 Milliarden einen Quartalsrekord. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,30 zeigt die hohe Nachfrage.
Das Geschäft mit Rechenzentren boomt. Es brachte Aufträge von 1,8 Milliarden Euro ein.
Aufschwung bei Digital Industries
Bei Digital Industries erkennst du eine deutliche Erholung. Das Ergebnis sprang um 37 Prozent auf 804 Millionen Euro.
Der Auftragseingang verzeichnete ein Plus von 13 Prozent. Besonders das Automatisierungsgeschäft in China wuchs kräftig.
Cloud- und KI-getriebene Neuerungen
Künstliche Intelligenz treibt beide Sparten an. Bei Smart Infrastructure sind es KI-Rechenzentren.
Bei Digital Industries sind es KI-gestützte Softwarelösungen. Diese Neuerungen sichern das zukünftige Wachstum.
Wachstumstreiber und strategische Partnerschaften
Die Kraft hinter den Rekordzahlen liegt in klugen Partnerschaften und der gezielten Nutzung künstlicher Intelligenz. Für dich als Beobachter wird klar, dass diese Kooperationen echten Mehrwert für die Kunden schaffen.
Partnerschaften und technische Synergien
Die Zusammenarbeit mit NVIDIA entwickelt ein KI-Betriebssystem für alle Branchen. Es deckt die ganze Wertschöpfungskette ab.
Der Digital Twin Composer verbindet komplexe digitale Zwillinge mit Live-Daten. So steuerst du reale Anlagen direkt.
Mit Microsoft baut der Konzern den Industrial Copilot aus. Neun neue KI-Copiloten vereinfachen die Arbeit.
| Partner | Technologischer Schwerpunkt | Kundennutzen |
|---|---|---|
| NVIDIA | KI-Betriebssystem | Vollständige digitale Wertschöpfungskette |
| Microsoft | Industrial Copilot | Effizientere Produktdatenauswertung |
| Samsung C&T | Digitalisierung & Automatisierung | Umsetzung großer Infrastrukturprojekte |
| Altair | EDA-Software | Gestärktes Portfolio für Design |
Erfolgreiche Projekte im Automatisierungsgeschäft
Im Automatisierungsgeschäft siehst du konkrete Resultate. Die Fabrik in Nanjing nutzt über 50 KI-Anwendungen.
Sie erhielt den Global Lighthouse Award. Im Rechenzentren-Bereich wuchs der Umsatz im Quartal um 35 Prozent.
Partnerschaften mit nVent und Delta Power Solutions verkürzen die Zeit bis zum Betrieb. Die Integration von Altair stärkt das Softwaregeschäft.
Für dein Verständnis: Das Unternehmen liefert nicht nur Technik. Es plant die Architektur mit und bleibt lieferfähig.
Schlussbetrachtung und Ausblick
Auf Basis der starken Quartalszahlen hat das Management seine Erwartungen für das gesamte Jahr nach oben korrigiert. Du siehst hier ein klares Vertrauenssignal. Die Prognose für das Ergebnis je Aktie wurde erhöht und der Zielkorridor eingegrenzt.
Für Digital Industries erwartest du ein Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent. Die Marge soll in die obere Hälfte des 15-19 Prozent Korridors klettern. Im nächsten Quartal rechnet der Konzern mit einem deutlichen Anstieg der Bestellungen.
Strategisch schreitet das ONE Tech Company-Programm voran. Die Dekonsolidierung von Siemens Healthineers macht Fortschritte. Mit dem Verkauf des US-Flughafengeschäfts wurde ein Portfolio-Thema abgeschlossen.
Die Sparte Mobility verbuchte ein Ergebnisplus von 15 Prozent. Der Großauftrag für über 200 Züge in Kopenhagen unterstreicht die technologische Führung. Ein Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro gibt dir Planungssicherheit.
Die vier Wachstumshebel – digitales Geschäft, Regionen, Branchen und KI – bilden das Fundament. Als ONE Tech Company ist Siemens ideal aufgestellt, um industrielle KI in die reale Welt zu bringen.


















