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Safelog, ansässig in Markt Schwaben bei München, hat für seine mobilen Transportroboter die Zertifizierung nach UL 3100 und CAN/UL 3100 erhalten. Geprüft wurde durch den TÜV Süd. Die Norm gilt als Sicherheitsstandard für automatisierte mobile Plattformen in Nordamerika und ist für Hersteller aus dem deutschsprachigen Raum Voraussetzung für den Marktzugang in den USA und Kanada.

Was UL 3100 konkret prüft

Die Zertifizierung bewertet elektrische und mechanische Sicherheit eines Geräts vollständig. Dazu gehören die Auslegung von Batterie- und Ladesystemen, das Bremsverhalten sowie Gehäusekonstruktion und Materialstärken. Geprüft wird auch die Entflammbarkeit nach UL 94. Sicherheitsfunktionen wie Notstopp, Hinderniserkennung und das Verhalten bei technischen Fehlfunktionen müssen ebenfalls definierte Anforderungen erfüllen.

Für Betreiber im produzierenden Gewerbe ist diese Zertifizierung relevant, weil sie Rechtssicherheit schafft. Die sicherheitstechnische Auslegung wurde von einer unabhängigen Stelle geprüft, was das Haftungsrisiko beim Einsatz auf dem Shopfloor reduziert.

Drei Baureihen nun zertifiziert

Kompaktklasse: S3

Die Geräte der S3-Serie sind für enge Hallenlayouts ausgelegt. Sie können sich auf der Stelle drehen und benötigen dafür einen Durchmesser von weniger als 90 Zentimetern. In getakteten Produktionsumgebungen mit begrenzten Fahrgassen ist das ein praktischer Vorteil.

Schwerlast und Agilität: M4

Die M4-Serie richtet sich an Anwendungen mit schweren Lasten. Die Roboter haben ein hohes Anfahrmoment und transportieren Lasten als Topload oder ziehen Trolleys. Auch diese Baureihe war bereits früher zertifiziert.

Montageplattform und Palettentransport: L2

Neu hinzugekommen ist die L2-Produktreihe. Sie eignet sich laut Safelog besonders für den Paletten- und Gitterboxentransport sowie als Montageplattform. Ein Merkmal dieser Baureihe ist die omnidirektionale Fahrweise, also die Fähigkeit, sich in alle Richtungen ohne Wendemanöver zu bewegen. Das ist relevant für beengte Produktionsflächen.

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Folgen für Partnerprojekte und Integration

Safelog kooperiert unter anderem mit TGW Logistics und SEW-Eurodrive. Für diese Partnerprojekte schafft die UL-Zertifizierung eine normativ abgesicherte Sicherheitsbasis, die die Integration in bestehende Systeme vereinfacht und den regulatorischen Abstimmungsaufwand bei der Inbetriebnahme reduziert.

Für Einkäufer und Produktionsleiter, die Intralogistiklösungen für nordamerikanische Werke beschaffen, bedeutet das: Ein Lieferant mit UL-3100-Zertifizierung verkürzt den behördlichen Freigabeprozess vor Ort und kann die Projektlaufzeit spürbar verkürzen.

Fazit

Die UL-Zertifizierung ist kein Qualitätsmerkmal im Marketing-Sinn, sondern eine Marktzugangsbedingung. Ohne sie ist der Betrieb automatisierter mobiler Plattformen in vielen nordamerikanischen Industriebetrieben nicht möglich. Safelog hat diese Hürde für drei Baureihen genommen. Für Unternehmen, die Intralogistik in US- oder kanadischen Werken planen, erweitert das den Kreis qualifizierter Anbieter.