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EnviroFALK Pharmawatersystems richtet am 15. Oktober 2026 erstmals den Pharma Water Summit aus. Veranstaltungsort ist das Dechema-Haus in Frankfurt am Main. Das Format soll eine Lücke schließen: Bisher fehlt ein regelmäßiges, interdisziplinäres Forum, das Betreiber pharmazeutischer Wasseranlagen, Ingenieure, Wissenschaftler und Regulierungsexperten zusammenbringt.

Regulatorischer Druck trifft Betreiberpraxis

Pharmawasser ist kein Nischenthema. Gereinigtes Wasser und Wasser für Injektionszwecke, kurz WFI (Water for Injection), sind in der pharmazeutischen Herstellung unverzichtbare Prozessmedien. Fehler in der Qualität oder der Systemführung können GMP-Abweichungen auslösen und im schlimmsten Fall Produktionsunterbrechungen verursachen.

Die regulatorischen Anforderungen an diese Systeme sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Seit der Überarbeitung des Europäischen Arzneibuches ist die Herstellung von WFI auch per Membranverfahren bei niedrigen Temperaturen zulässig, das sogenannte kalte WFI. Das schafft neue technische Optionen, stellt Betreiber aber auch vor neue Validierungs- und Überwachungsfragen. Wie sich diese in der Praxis belastbar lösen lassen, ist eine der zentralen Fragen des Summits.

Themenspektrum: Von Biofilmen bis Wasserrecycling

Das Programm deckt die relevanten Handlungsfelder ab, mit denen Produktions- und Technikverantwortliche konfrontiert sind. Dazu gehören GMP-Compliance in Reinstwassersystemen, Online-Monitoring, Biofilmprävention, Energieeffizienz und Wasserwiederverwendung. Letzteres gewinnt angesichts steigender Ressourcenkosten und Nachhaltigkeitsanforderungen an Gewicht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf datenbasierten Entscheidungsprozessen. Konkret geht es darum, wie mikrobiologische Risiken in Pharmawassersystemen mit modernen Monitoring-Ansätzen bewertet werden können. Zuverlässige Echtzeit-Daten aus dem Verteilsystem sind dabei Voraussetzung für GMP-konforme Betriebsentscheidungen.

Referenten aus Industrie, Wissenschaft und Engineering

Zu den bestätigten Referenten gehören Fritz Röder von Merck Healthcare, Jochen Schmidt-Nawrot von der CRB Group sowie Prof. Dr. Hans-Curt Flemming, einer der international anerkannten Biofilm-Forscher. Niclas Pörtner von Enviro Chemie und Sandro Bauer von ifm vervollständigen das Podium. Die Kombination aus Industriepraxis, Wissenschaft und Anlagenbau ist erklärtes Konzept der Veranstaltung.

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Zielgruppe und Zugang

Der Summit richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Qualitätssicherung, Qualitätskontrolle, Validierung, Engineering und Mikrobiologie. Die Teilnahme ist kostenfrei. Angesprochen werden Unternehmen aus der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Science-Industrie.

Neben den Fachvorträgen sind Diskussionsrunden und Networking eingeplant. Das Format ermöglicht den direkten Austausch zwischen Betreibern und Systemanbietern, der in formellen Zulassungs- oder Auditprozessen nicht stattfindet.

Fazit

Für Unternehmen mit pharmazeutischer Wasserinfrastruktur bietet der Pharma Water Summit am 15. Oktober in Frankfurt eine Möglichkeit, offene technische und regulatorische Fragen mit Experten zu diskutieren. Kaltes WFI, Biofilmmanagement und Wasserrecycling stehen auf der Agenda. Die Teilnahme ist kostenlos.