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Packwise, ein Dresdner Anbieter für die digitale Überwachung industrieller Flüssigkeitsbehälter, hat am 31. August 2026 die zweite Generation seiner Softwareplattform Flow veröffentlicht. Flow 2.0 richtet sich an Hersteller und Lieferanten in der Chemie- und Prozessindustrie, die Produktbestände bei ihren Kunden in Echtzeit verfolgen wollen.
Sensor am Behälter, Daten in der Plattform
Das Grundprinzip ist unverändert: Ein Hardwaresensor namens Packwise Smart Cap wird direkt am Behälter befestigt. Er erfasst Füllstand, Temperatur, Standort und Bewegung. Diese Messwerte überträgt der Sensor automatisch an die Flow-Plattform.
Neu ist, wie die Plattform diese Daten aufbereitet. Packwise hat die Benutzeroberfläche vollständig neu gestaltet. Im Mittelpunkt steht eine vergrößerte Kartenansicht, die zeigt, wo sich Behälter befinden, welche Füllstände vorliegen und welche weiteren Messwerte verfügbar sind.
Transportwege nachverfolgen
Flow 2.0 bildet auch die Bewegungshistorie eines Behälters detaillierter ab. Anwender sehen, welche Stationen ein Behälter durchlaufen hat, wie lange er sich an jedem Punkt aufgehalten hat und welche Messwerte zu diesem Zeitpunkt erfasst wurden.
Für Einkaufs- und Logistikverantwortliche ergibt sich daraus ein vollständigeres Bild des tatsächlichen Produktstroms. Lieferengpässe oder ungewöhnliche Standzeiten lassen sich früher erkennen.
Bestandsentwicklung als Entscheidungsgrundlage
Ein zentraler Anwendungsfall ist die Nachschubsteuerung. Viele Chemielieferanten arbeiten mit Vendor-Managed-Inventory-Modellen: Der Lieferant übernimmt die Verantwortung für den Bestand beim Kunden. Dafür braucht er verlässliche Daten darüber, wie schnell der Bestand abnimmt und wann der richtige Zeitpunkt für die nächste Lieferung erreicht ist.
Diese Informationsebene will Flow 2.0 abdecken. Die Plattform soll anzeigen, wo ein Behälter steht, wie sich der Füllstand entwickelt und wann Handlungsbedarf entsteht.
Was das für die Prozessindustrie bedeutet
In der Chemie- und Prozessindustrie arbeiten viele Betriebe noch mit manuellen Meldeprozessen oder periodischen Inventuren. Der Außendienst fragt telefonisch nach Beständen. Lagerverantwortliche melden per E-Mail, wenn ein Tank unter einen Schwellenwert fällt. Das erzeugt Verzögerungen und Fehler.
Sensorgestützte Plattformen wie Packwise Flow setzen an diesem Punkt an. Sie ersetzen den manuellen Meldeweg durch kontinuierliche Messung. Die Qualität der Entscheidungsgrundlage hängt dabei direkt davon ab, wie verständlich und schnell die Plattform relevante Informationen bereitstellt.
Packwise positioniert Flow 2.0 als Antwort auf genau diese Anforderung. Ob die neue Oberfläche in der Praxis hält, was die Produktankündigung verspricht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Fazit
Flow 2.0 ist eine Weiterentwicklung, kein Paradigmenwechsel. Packwise hat die vorhandene Sensorik mit einer überarbeiteten Softwareschicht kombiniert. Für Unternehmen, die heute noch auf manuelle Bestandsmeldungen angewiesen sind, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Plattform. Der Aufwand für Integration und Sensoranbringung muss gegen den tatsächlichen Nutzen bei Liefertreue und Bestandskosten gerechnet werden.



















