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BASF hat am 17. August 2026 in Ludwigshafen den Ausbau seines Kombiverkehrsterminals (KVT) offiziell gestartet. Gesamtinvestition: rund 100 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 51 Millionen Euro als Förderung. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger und Konzernchef Markus Kamieth gaben gemeinsam den Startschuss.
Warum das Terminal ausgebaut wird
Rund 40 Prozent der Produktion am Stammwerk Ludwigshafen läuft über den Rhein. Bei Niedrigwasser bricht diese Route teilweise weg. Einzelne Anlagen musste BASF deswegen bereits zurückfahren. Das KVT soll genau dann einspringen: Güter, die sonst per Binnenschiff transportiert werden, lassen sich über Lkw und Bahn umleiten.
Das Terminal zählt nach BASF-Angaben zu den größten europäischen Umschlaganlagen für den schienenseitigen kombinierten Verkehr. Täglich werden mehr als 1.100 Ladeeinheiten auf bis zu 25 Ganzzüge verladen. Die Verbindungen reichen nach Italien, Spanien, Osteuropa und Skandinavien.
Was konkret gebaut wird
Die vier bestehenden Portalkräne werden durch drei neue Anlagen ersetzt. Die Spannweite der neuen Kräne liegt bei mehr als 100 Metern. Eine Erweiterung auf vier Kräne ist baulich vorbereitet. Zusätzlich werden die Ein- und Ausfahrtsbereiche für Lastwagen optimiert.
Das Terminal liegt am nördlichen Rand des BASF-Werks. Diese Lage ist bewusst gewählt: Der Schwerlastverkehr wird so aus der Innenstadt Ludwigshafens herausgehalten. Auf einer Fläche von rund 260.000 Quadratmetern stehen 13 Umschlaggleise zur Verfügung. Die jährliche Kapazität liegt bei bis zu 370.000 Ladeeinheiten.
Nicht nur für BASF
Eigentümerin der Anlage ist BASF. Betrieben wird das Terminal von der Kombi-Terminal Ludwigshafen GmbH (KTL). An der KTL sind neben BASF die Speditionen Bertschi aus der Schweiz und Hoyer aus Hamburg sowie die Kombiverkehrsgesellschaften Hupac und Kombiverkehr beteiligt.
Rund 30 bis 40 Prozent der umgeschlagenen Mengen entfallen auf BASF-Produkte. Die restliche Kapazität steht externen Spediteuren und Verladern offen. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2000 wurden mehr als 7,5 Millionen Umschläge abgewickelt. BASF zufolge konnten dadurch ebenso viele Lkw-Transporte auf langen Strecken vermieden werden.
Einordnung
Das Projekt ist kein reines BASF-Vorhaben. Mit der staatlichen Förderung von 51 Millionen Euro und der Beteiligung externer Logistikdienstleister hat das Terminal Bedeutung weit über den Chemiekonzern hinaus. Für Unternehmen, die auf Transporte zwischen Westeuropa und Süd- oder Osteuropa angewiesen sind, wird damit eine Alternative zur Straße ausgebaut. Der Ausbau soll das Terminal widerstandsfähiger gegen Engpässe machen, wie sie Niedrigwasser am Rhein regelmäßig erzeugt.




















