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Die LEAG Clean Power GmbH hat am 13. August 2026 mit dem Bau der GridBattery Heinersbrück begonnen. Das Projekt entsteht auf einer rekultivierten Tagebaurandfläche in der Lausitz. Projektpartner ist Fluence Energy, der für Planung, Lieferung, Errichtung und Systemintegration verantwortlich ist.
Technische Eckdaten
Der Speicher hat eine Anschlussleistung von 100 Megawatt und eine Kapazität von 400 Megawattstunden, was einer Entladedauer von vier Stunden bei Volllast entspricht. Als Technologie kommt Fluences Smartstack-Plattform zum Einsatz, eine Lithium-Eisenphosphat-Lösung auf Basis modularer Bauweise mit hoher Leistungsdichte.
Lithium-Eisenphosphat ist thermisch stabiler als andere Lithium-Ionen-Chemien, was Brandrisiken bei großen Anlagen reduziert. Die modulare Bauweise erlaubt eine abschnittsweise Errichtung und Wartung.
Hybrider Netzanschluss als Besonderheit
Der Batteriespeicher wird gemeinsam mit einem Windpark und einem Photovoltaik-Kraftwerk der LEAG Renewables GmbH über einen einzigen Anschlusspunkt ans Netz angebunden. Dafür wurde das bestehende Umspannwerk Heinersbrück zu einem hybriden Netzanschlusspunkt ausgebaut.
Dabei wurden zusätzliche Schaltfelder eingerichtet sowie Schutz- und Lasttechnik angepasst. Die Umbauarbeiten erfolgten im laufenden Betrieb. Projektpartner Omexom und ABB waren an der Umsetzung beteiligt.
Der gemeinsame Netzanschluss hat einen konkreten wirtschaftlichen Hintergrund: Netzkapazitäten sind knapp und teuer. Wer drei Erzeugungsarten über einen einzigen Einspeisepunkt bündelt, belegt weniger Netzkapazität und kann die Anlagen koordinierter betreiben.
Einordnung in die GigawattFactory
Heinersbrück ist Teil des größeren LEAG-Vorhabens namens GigawattFactory, das vorsieht, ehemalige Tagebauflächen im Lausitzer Revier schrittweise für erneuerbare Energien und Speicher zu nutzen. Ein deutlich größeres Schwesterprojekt ist die GigaBattery Jänschwalde, die eine Kapazität von 4.000 Megawattstunden erhalten soll.
Fluence ist bei beiden Projekten in gleicher Arbeitsteilung tätig. Das Unternehmen gibt an, in Deutschland bereits 35 Speicherprojekte mit einer kumulierten Kapazität von mehr als 6 Gigawattstunden vertraglich gesichert oder realisiert zu haben.
Förderung und Zeitplan
Die GridBattery Heinersbrück erhält Fördermittel aus dem Just Transition Fund der EU, einem Instrument zur Unterstützung von Strukturwandelregionen. Die genaue Förderhöhe hat LEAG bislang nicht kommuniziert.
Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant. Wind- und Solaranlagen am Standort stehen nach Unternehmensangaben kurz vor der Fertigstellung.
Einordnung
Der Ansatz, Speicher, Wind und Solar über einen gemeinsamen Netzanschlusspunkt zu führen, ist in Deutschland bislang selten realisiert worden. Ob sich dieses Modell auf private Industriestandorte übertragen lässt, hängt von den jeweiligen Netzanschlussbedingungen ab. Das Projekt zeigt, dass solche hybriden Anschlusspunkte technisch und regulatorisch umsetzbar sind.




















