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Die Junicke-Gruppe aus dem Bereich Logistik- und Unternehmensimmobilien will ihren Bestand gezielt ausbauen. Gesucht werden Bestandshallen ab 5.000 Quadratmetern Mietfläche und Gewerbegrundstücke ab 8.000 Quadratmetern. Das Suchgebiet umfasst Hamburg, Hannover, Braunschweig, Berlin, Wolfsburg, Magdeburg, Halle, Leipzig sowie den Raum Kassel/Göttingen.
Ankaufsprofil mit konkreten Mindestgrößen
Die geschäftsführenden Gesellschafter Julius Hendrich und Carl Jobst Junicke präsentieren ihr Suchprofil auf der Expo Real in München, die vom 5. bis 7. Oktober stattfindet. Dort suchen sie das Gespräch mit Eigentümern, Maklern und Projektentwicklern.
Das Ankaufsprofil ist eng gefasst. Erbbaurechte und Teileigentum schließt Junicke ausdrücklich aus. Der Bebauungsplan muss eine Gewerbe- oder Industrienutzung vorsehen. Der Anteil von Büro- und Sozialflächen darf 15 Prozent der Gesamtfläche nicht überschreiten.
Laut Junicke sind zwei Kriterien maßgeblich: eine nachweislich hohe Mietnachfrage am jeweiligen Mikrostandort sowie konkrete Entwicklungspotenziale. Dazu zählen Baureserven auf dem Grundstück, die Möglichkeit zur optimierten Vermietung oder zusätzliche Nutzungsoptionen im Bestand. Junicke sucht keine fertigen Objekte ohne Spielraum, sondern Immobilien mit nachvollziehbarer Perspektive.
Sale-and-Rent-back als Option für kapitalgebundene Betriebe
Das Modell Sale-and-Rent-back, zu Deutsch Verkauf mit Rückmietung, richtet sich an Unternehmen, die ihre Betriebsimmobilie besitzen und darin erhebliches Kapital gebunden haben. Das Unternehmen verkauft die Immobilie an einen Investor und mietet sie anschließend zurück. Der Standort bleibt erhalten, der Erlös steht für Investitionen frei.
Junicke nennt dieses Modell explizit als Teil seiner Strategie. Es eignet sich für Betriebe, die Mittel für Maschinen, Digitalisierung oder Wachstum benötigen, jedoch nicht umziehen wollen oder können. Voraussetzung ist eine tragfähige Mietstruktur. Die Immobilie muss langfristig wirtschaftlich nutzbar bleiben.
Mietkosten für Hallen steigen weiter
Der Markt für Gewerbe- und Logistikimmobilien zeigt in verschiedenen Regionen Deutschlands steigende Mietpreise. IHK-Mietpreisspiegel verzeichnen für Hallen- und Produktionsflächen in mehreren Regionen eine aufwärts gerichtete Preisentwicklung. Wer ein Sale-and-Rent-back-Modell prüft, sollte die langfristige Mietbelastung sorgfältig kalkulieren.
Was das für Produktions- und Logistikbetriebe bedeutet
Für Unternehmen in den genannten Regionen ergeben sich zwei Szenarien.
Erstens: Eigentümer von Gewerbeimmobilien ab 5.000 Quadratmetern Hallenfläche finden mit Junicke einen potenziellen Käufer, der gezielt in Bestandsobjekte mit Entwicklungspotenzial investiert. Das gilt auch für Objekte, die nicht in einwandfreiem Zustand sind, sofern Lage und Nachfrage stimmen.
Zweitens: Mittelständische Produktions- und Logistikbetriebe, die ihre eigene Liegenschaft nutzen, können prüfen, ob ein Verkauf mit Rückmietung ihre Finanzierungssituation verbessert. Ob das sinnvoll ist, hängt von der individuellen Bilanzstruktur, den Investitionszielen und der erzielbaren Miete ab. Eine belastbare Prüfung erfordert steuerliche und rechtliche Beratung.
Fazit
Junicke signalisiert konkrete Kaufabsicht für Logistik- und Gewerbeimmobilien in einem klar definierten Gebiet von Norddeutschland bis in den mitteldeutschen Raum. Das Profil ist spezifisch: Mindestgrößen, Nutzungsart und Entwicklungspotenzial sind Pflichtkriterien. Für Unternehmen mit eigenem Grundbesitz in diesen Regionen lohnt sich ein Abgleich mit dem veröffentlichten Ankaufsprofil.




















