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Infineon Technologies hat seinen 13. Produktionsstandort weltweit in Betrieb genommen. Die neue Fabrik im thailändischen Samut Prakan, südlich von Bangkok, ist auf die Backend-Fertigung von Halbleitern ausgerichtet. Backend bezeichnet in der Halbleiterindustrie die nachgelagerten Prozessschritte: Wafer werden zerteilt, die einzelnen Chips weiterverarbeitet und anschließend getestet. Der Bau dauerte 14 Monate.

Ausbau in fünf Modulen geplant

Derzeit beschäftigt Infineon am Standort rund 350 Mitarbeiter. Mit dem Hochlauf des ersten von insgesamt fünf möglichen Modulen soll diese Zahl auf 1.000 steigen. Das Unternehmen hat bisher einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag investiert. Konkrete Zahlen hat Infineon nicht genannt.

Langfristig, so das Unternehmen, habe der Standort das Potenzial, der größte Backend-Standort im gesamten Konzern zu werden. Das setzt voraus, dass alle fünf Module tatsächlich realisiert werden. Einen verbindlichen Zeitplan hat Infineon nicht kommuniziert.

Südostasien als Produktionsschwerpunkt

Die Entscheidung für Thailand folgt einem erkennbaren Muster. Infineon baut seine Kapazitäten in Südostasien gezielt aus. Der Konzern ist in der Region bereits seit Jahren präsent. Die Backend-Fertigung lässt sich dort kosteneffizient betreiben. Fachkräfte sind verfügbar, die Infrastruktur in Samut Prakan ist für Industrieansiedlungen ausgebaut.

Parallel hat Infineon seine Aktivitäten in Europa nicht zurückgefahren. Im Sommer 2026 eröffnete der Konzern eine neue Fabrik in Dresden. Beide Investitionen zeigen, dass Infineon seine Produktion geografisch diversifiziert, statt sich auf einzelne Standorte zu konzentrieren.

Einordnung für Einkauf und Produktion

Für Unternehmen, die Infineon-Chips beziehen, ist die Standorterweiterung ein Signal. Mehr Backend-Kapazität bedeutet grundsätzlich mehr Spielraum bei der Verarbeitung und Prüfung von Chips. Ob und wann sich das in kürzeren Lieferzeiten oder stabileren Verfügbarkeiten niederschlägt, hängt vom tatsächlichen Hochlauf ab.

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Der Standort Samut Prakan ergänzt das bestehende Netz. Infineon betreibt Backend-Standorte unter anderem in Malaysia und auf den Philippinen. Mit Thailand kommt ein weiterer Standort hinzu, der mittelfristig an Gewicht gewinnen soll.

Fazit

Infineon setzt seine Kapazitätserweiterung fort. Der neue Standort in Samut Prakan ist zunächst klein dimensioniert, hat aber nach Unternehmensangaben erhebliches Wachstumspotenzial. Für Abnehmer von Halbleitern ist relevant, wie schnell der Hochlauf der weiteren Module tatsächlich erfolgt. Das bestimmt, wann die neue Kapazität sich im Markt bemerkbar macht.