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Das Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) in Sankt Augustin hat seine Verpackungssoftware PackAssistant um zwei Funktionen ergänzt: die automatisierte Planung von Paletten- und Lkw-Beladungen sowie eine integrierte Kostenkalkulation. Die neue Version richtet sich an Industrieunternehmen, die regelmäßig große Stückzahlen baugleicher, teils komplex geformter Bauteile transportieren.
Von der Behälteroptimierung zur vollständigen Transportkette
Der Kern des PackAssistant bleibt unverändert: Die Software berechnet auf Basis von CAD-Daten die platzsparende, dreidimensionale Anordnung von Bauteilen in Behältern. Länge, Breite, Höhe und die tatsächliche Bauteilgeometrie fließen in die Berechnung ein. Das reduziert manuelle Packversuche und ermöglicht Verpackungsentscheidungen bereits in der Produktentwicklung.
Neu ist der nächste Schritt in der Planungskette. Steht die Anordnung der Bauteile im Behälter fest, ordnet PackAssistant die beladenen Behälter automatisch auf Paletten an. Anschließend berechnet die Software deren Positionierung im Laderaum eines Lkw. Eine Beladung ohne Paletten ist laut SCAI ebenfalls möglich. Behälter-, Paletten- und Fahrzeugtypen wählen Anwender über die Benutzeroberfläche aus. Das Ergebnis wird grafisch in einer dreidimensionalen Ansicht dargestellt.
Kostenkalkulation bis auf die Ebene einzelner Bauteile
Die zweite Neuerung ist die integrierte Kostenrechnung. PackAssistant weist nun die Kosten jeder berechneten Beladungsvariante aus. In die Kalkulation fließen Aufwendungen für Packmaterialien wie Trays, Inserts und Gefache ein, außerdem Behälter- und Logistikkosten.
Die Software gibt die Kosten auf mehreren Ebenen aus: pro Bauteil, pro Behälter, pro Palette und pro Lkw-Ladung. Für den Transport weist das Programm zusätzlich die Kosten pro Fahrt aus. Damit lassen sich verschiedene Beladungsszenarien direkt miteinander vergleichen. Die Ergebnisse können laut SCAI in die Angebotserstellung und in die logistische Kalkulation übernommen werden.
Darstellung von Packmaterialien verbessert
Die neue Version zeigt Packmaterialien direkt in der grafischen Darstellung. Neben der Raumnutzung im Behälter und auf der Palette ist so auch der tatsächliche Schutz der Waren nachvollziehbar. Das erleichtert die Dokumentation gegenüber Einkauf und Logistikplanung.
Marktstellung und Vertrieb
Weltweit setzen nach Angaben des Fraunhofer SCAI über 400 Anwender die Software ein. Die Installationszahl liegt bei mehr als 2.000. Entwicklung und Pflege übernimmt das Fraunhofer SCAI, den Vertrieb die Scapos AG, ein Spin-off des Instituts.
Wer bisher nur die Behälterbelegung optimierte, kann mit der neuen Version die gesamte Kette bis zum Lkw rechnerisch durchplanen und mit konkreten Kosten belegen. Die Ergebnisse lassen sich laut SCAI direkt in die Angebotskalkulation übernehmen.




















