Auf dem Markt rund um Augenoptik gibt es jetzt schon seit vielen Jahren einen andauernden und tiefgreifenden Wandel. Denn während es in der Vergangenheit bei den Optikern noch sehr viele lokal verankerte private Fachgeschäfte gab, sind es heutzutage immer mehr Filialsysteme und große Ketten, die das Bild in den Einkaufszentren und Innenstädten bestimmen.
Diese Veränderungen und Entwicklungen in der Optikerlandschaft haben auf der einen Seite viel mit neuen Geschäftsmodellen und dem technologischen Fortschritt und auf der anderen Seite auch mit den veränderten Kundenbedürfnissen zu tun.
Wachstum durch Markenbildung und Filialisierung
Gerade größere Optikerketten setzen heute immer mehr auf starke Expansion, um ihre Marktposition möglichst langfristig zu behaupten und weiter auszubauen. Die Platzhirsche unter den Optikerketten wollen durch ein möglichst dichtes Filialnetz möglichst viele Kunden erreichen und gleichzeitig die eigene Markenbekanntheit steigern.
Ein gutes Beispiel für diese Entwicklung ist die bekannte Optikerkette eyes + more, die mit moderner Markenpräsenz, standardisierten Angeboten und einem klaren Konzept immer mehr Kunden begeistert. Das Unternehmen zeigt immer wieder deutlich, wie stark sich die Optikerbranche weg vom traditionellen einzelnen Optikergeschäft hin zu einem strukturierten Filialsystem entwickelt. Gerade auch für kleinere Optiker bringen die Expansionspläne der großen Filialbetriebe nicht immer einfache Veränderungen mit sich. Denn die größeren Optikerketten sind durch ihre Größe und die vielen Filialen oftmals in der Lage, einheitliche Serviceangebote auf hohem Standard und auch besonders günstige Preise für Brillen anzubieten. Darüber hinaus profitieren diese Anbieter unter anderem auch von Skaleneffekten, beispielsweise beim Einkauf von Gläsern und Fassungen.
Technologische Innovationen rund um Sehhilfen verändern auch den Alltag
Eine wichtige Rolle bei der Transformation der Optikerbranche spielen aber auch die vielen Innovationen. So haben sich in der Augenoptik viele Prozesse beispielsweise bei der Sehanalyse, aber selbstverständlich auch bei der Produktion von Brillengläsern, verändert.
Computergestützte Messverfahren, digitale Sehtests oder auch automatisierte Fertigungsprozesse ermöglichen eine immer präzisere und individuellere Anpassung von modernen Brillen. Gleichzeitig ermöglichen diese und viele weitere Innovationen immer effizientere Abläufe, die Kosten senken und auch viel Zeit einsparen können.
Zusätzlich gibt es aber auch im Verkaufsprozess immer mehr digitale Lösungen. Hierbei helfen zum Beispiel digitale Beratungstools und virtuelle Anproben, Kundinnen und Kunden noch einfacher und schneller passende Sehhilfen zu finden.
Veränderte Kundenbedürfnisse treiben Veränderungen voran
Auch durch die veränderten Ansprüche und Erwartungen der Kunden schreitet der Wandel im Optikermarkt immer schneller voran. Immer mehr Brillenträgerinnen und Brillenträger legen in der heutigen Zeit deutlich mehr Wert auf schnelle Verfügbarkeit, ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und maximale Transparenz.
Gleichermaßen legen Kundinnen und Kunden heute aber auch bei Brillen deutlich mehr Wert auf modische Aspekte. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Brillen als modisches Accessoire angesehen werden und auch den persönlichen Stil positiv unterstreichen sollen. Aus diesem Grund kommt es auch immer häufiger vor, dass Leute nicht mehr nur eine Brille besitzen, sondern mehrere Modelle haben und auch bei Sehhilfen immer öfter auf aktuelle Trends geachtet wird.
Auf diese neuen modischen Anforderungen rund um Brillen können vor allem große Optiker-Ketten mit immer wieder neuen Kollektionen und einem breiteren Sortiment besser reagieren und sich unterschiedlichen Zielgruppen anpassen und auch schnell bei neuen Trends mitgehen.
Effizienz und Standardisierung als Erfolgsfaktoren
Ein wichtiges Merkmal und ein großer Erfolgsfaktor bei großen Optiker-Ketten ist die Standardisierung möglichst vieler Prozesse. Schließlich vereinheitlichen die Filialisten viele Abläufe von der Produktion über die Preisgestaltung bis hin zur Beratung. Dadurch ist es diesen Anbietern möglich, besser und schneller in neue Märkte zu expandieren und bei den angebotenen Produkten und Dienstleistungen eine immer gleichbleibend hohe Qualität anzubieten.
Die Unternehmen sind durch die zahlreichen standardisierten Prozesse in der Lage, Kosten zu senken und effizienter zu arbeiten. Einen Teil dieser Einsparungen geben diese Optiker auch an die Kunden weiter und dadurch wird der preisliche Wettbewerb im Optikerbereich noch einmal deutlich verschärft.
Mehr Digitalisierung und Omnichannel-Strategien
Durch die voranschreitende Digitalisierung ist es nicht nur bei der Produktion zu massiven Veränderungen gekommen, denn auch beim Vertrieb und Verkauf von Brillen hat es in der jüngeren Vergangenheit viele Veränderungen gegeben. Große Optiker-Ketten setzen immer mehr auf sogenannte Omnichannel-Strategien, um Offline- und Online Angebote besser miteinander verknüpfen zu können.
Dadurch wird es Kunden beispielsweise auch ermöglicht, sich über Brillenmodelle im Internet zu informieren und sich verschiedene Modelle bereits online auszusuchen. Anschließend gibt es dann die Möglichkeit, diese Brillenmodelle auch in einer Filiale des Anbieters vor Ort anzuprobieren oder diese alternativ direkt zu bestellen.

















