Hinweis: Das Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Zwei langjährige Führungskräfte des Walldorfer Softwarekonzerns SAP haben das Unternehmen verlassen und eine eigene KI-Firma aufgebaut. Rouven Morato und Ramin Mirza gründeten RM Impact mit dem erklärten Fokus auf den Mittelstand.

Mittelstand als Zielmarkt, nicht als Randnotiz

Große ERP-Anbieter wie SAP bedienen primär Konzerne. Ihre Lizenz- und Implementierungskosten übersteigen oft die Budgets mittelständischer Unternehmen. Genau hier setzt RM Impact an. Das Startup will KI-Funktionen entwickeln, die ohne lange Einführungsprojekte einsetzbar sind.

Für Produktionsleiter und Einkäufer in Betrieben mit 200 bis 2.000 Mitarbeitern entsteht damit ein weiterer Anbieter, der KI-gestützte Prozessunterstützung ohne Großprojektlogik verspricht. Ob das Modell trägt, wird die Marktreife zeigen.

Morato und Mirza bringen jahrelange Erfahrung in Softwarearchitektur und Vertrieb mit. Beide kennen die Schwachstellen klassischer ERP-Implementierungen aus dem Konzerninneren, was ihnen gegenüber branchenfremden Gründerteams einen strukturellen Vorteil verschafft.

KI verändert den Aufbau junger Softwareunternehmen

Moderne KI-Werkzeuge erlauben kleinen Teams, Prototypen in Wochen statt Monaten zu bauen. Programmieraufgaben, die früher zehn Entwickler beschäftigten, übernehmen heute KI-gestützte Coding-Assistenten zu einem Bruchteil der Kosten.

Das senkt die Einstiegshürde für neue Marktteilnehmer erheblich. Für etablierte Anbieter, auch für SAP selbst, wächst damit der Wettbewerbsdruck aus dem Startup-Segment. SAP hat bereits reagiert: Der Konzern übernahm das KI-Unternehmen Prior Labs für mehr als eine Milliarde Euro und steigerte zuletzt den Cloud-Auftragsbestand um 27 Prozent. Eine eigene KI-Plattform soll im Herbst 2026 starten.

Was der Schritt für Einkauf und IT-Entscheider bedeutet

Für Unternehmen, die ERP-Systeme evaluieren oder bestehende Prozesse digitalisieren wollen, verändert sich das Anbieterfeld. Neben den etablierten Playern drängen nun Gründerteams mit Konzernhintergrund in den Markt. Sie kennen die Schwächen der großen Systeme und versuchen, genau dort anzusetzen.

Auch interessant  Erfahrung mit Berufswende - Online Coaching für neuen beruflichen Anfang

Das erhöht den Druck auf SAP und andere große Anbieter, ihre Mittelstandsangebote schärfer zu positionieren. Neue Anbieter sollten Einkäufer dennoch sorgfältig prüfen: Eine Konzernbiografie ersetzt keine Referenzen in vergleichbaren Betrieben.

Fazit

Die Gründung von RM Impact steht für ein Muster: Insider verlassen Großkonzerne, um mit schlankeren KI-Strukturen schneller am Markt zu agieren. Für den Mittelstand entsteht dadurch mehr Auswahl. Ob die neuen Angebote halten, was die Konzernbiografien der Gründer versprechen, ist offen.