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Bechtle Additive Manufacturing Deutschland hat das 3D-Druck-Geschäft der Kaut-Bullinger GmbH & Co. KG übernommen. Der Deal beseitigt den größten Wettbewerber des Neckarsulmer Systemhauses im deutschen HP-3D-Druck-Markt und verschafft Bechtle erstmals eine direkte Marktpräsenz in Österreich.
Asset Deal
Die Transaktion erfolgte als Asset Deal. Bechtle übernimmt Kundenbeziehungen, die installierte Systembasis sowie die Anwendungs- und Servicekompetenz des bisherigen Kaut-Bullinger-Bereichs. Kaut-Bullinger war als Business Unit 3D im Markt aktiv und galt als direkter Hauptkonkurrent von Bechtle im HP-Vertriebskanal.
Für Industrieunternehmen, die bisher Kaut-Bullinger als Lieferanten für HP-3D-Drucksysteme nutzten, bedeutet die Übernahme einen Wechsel des Ansprechpartners. Service- und Wartungsverträge dürften auf Bechtle Additive Manufacturing übergehen.
HP-Partnerschaft
Bechtle und HP verbindet eine langjährige Vertriebspartnerschaft im Bereich additiver Fertigungssysteme. Die Übernahme konsolidiert den HP-3D-Druck-Vertrieb in Deutschland weiter auf Bechtle als dominanten Partner. Das stärkt die Verhandlungsposition gegenüber dem Hersteller und kann Serviceleistungen bündeln.
Bereichsvorstand Uwe Burk, zuständig für PLM, Engineering und Manufacturing bei der Bechtle AG, nennt Additive Manufacturing ausdrücklich ein strategisches Wachstumsfeld. Ziel sei es, die führende Position in Europa auszubauen, in der DACH-Region weitere Marktanteile zu gewinnen und gezielt in weitere europäische Märkte zu expandieren.
Österreich als neues Territorium
Bechtle Additive Manufacturing war bislang primär in Deutschland aktiv. Mit der Kaut-Bullinger-Übernahme entsteht erstmals eine Präsenz im österreichischen Markt. Für Einkäufer und Produktionsverantwortliche österreichischer Industriebetriebe ändert sich damit die Anbieterstruktur im HP-3D-Druck-Segment.
Was die Konsolidierung für Anwender bedeutet
Wer in der industriellen Fertigung HP-Systeme für den pulverbasierten Mehrschichtdruck betreibt, hat künftig in Deutschland und Österreich mit Bechtle einen noch zentraleren Ansprechpartner. Weniger Wettbewerb auf Händlerebene kann den Preisdruck verringern. Das Servicenetz wird dichter, sofern Bechtle Kapazitäten und Personal aus dem Kaut-Bullinger-Bereich integriert.
Für Produktionsleiter, die den Einstieg in die additive Fertigung planen oder bestehende Anlagen erweitern wollen, verschiebt die Transaktion die Vergleichsbasis. Ein direkter Anbietervergleich im HP-Segment wird im deutschen Markt schwieriger.
Einordnung
Bechtle festigt mit der Kaut-Bullinger-Übernahme seine Position als führender HP-3D-Druck-Anbieter in Deutschland und tritt erstmals strukturiert in Österreich an. Für Anwender in Produktion und Einkauf verengt sich die Auswahl an spezialisierten HP-Partnern. Das sollte bei Neuausschreibungen und Vertragsverlängerungen berücksichtigt werden.




















