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Am Binnenterminal ITG Venray-Wanssum hat im August 2026 ein batteriebetriebener Reach-Stacker vom Typ Hyster RSJ46-33XDL den regulären Betrieb aufgenommen. Es ist der erste vollelektrische Containerstapler der Inland Terminals Group (ITG), die 17 Binnenterminals in den Niederlanden und Belgien betreibt. Hyster, Händler Heffiq und ITG haben eine 24-monatige Felderprobung vereinbart.

Technische Eckdaten des Geräts

Der RSJ46-33XDL wird von vier Lithium-Ionen-Batteriepacks gespeist. Die Gesamtkapazität beträgt 130 Kilowattstunden. Die Packs sind paarweise beidseitig am Fahrzeug montiert, je zwei pro Seite. Laut Hersteller reicht die Energie für eine vollständige 8-Stunden-Schicht ohne Zwischenladung.

Das Aufladen von 20 auf 80 Prozent soll mit geeignetem Ladegerät rund 4,5 Stunden dauern. Das Gerät lässt sich so in Schichtpausen oder über Nacht laden, ohne den Betrieb zu unterbrechen. Eine einheitliche Softwareplattform verbindet den Reach-Stacker mit den übrigen elektrischen Flurförderzeugen von Hyster; Bedienoberflächen, Anzeigen und Diagnosetools sind dadurch konzernweit standardisiert.

Ziel der Felderprobung

Die 24 Monate im realen Terminalbetrieb sollen zeigen, ob die Batterietechnologie dauerhaft die geforderte Produktivität liefert. Reach-Stacker gehören zu den energieintensivsten Geräten im Hafenbetrieb. Sie stapeln ISO-Container bis zu fünf Lagen hoch und bewegen Lasten von mehreren Dutzend Tonnen. Ein Ausfall oder unzureichende Reichweite trifft den Terminaldurchsatz unmittelbar.

ITG Sustainability Manager Jan-Jaap Kroft bezeichnete die Inbetriebnahme als Schritt auf dem Weg zu einer emissionsfreien Transportkette. Das Unternehmen will seine gesamte Flurförderzeugflotte schrittweise umstellen. Konkrete Zeitpläne oder Stückzahlen für weitere Anschaffungen nannte ITG bislang nicht öffentlich.

Einordnung für Terminalbetreiber und Flotteneinkäufer

Batterieelektrische Antriebe in der Schwerlastklasse sind im Hafen keine Labortechnologie mehr. Mehrere Hersteller haben in den vergangenen Jahren Prototypen und Kleinserienlösungen vorgestellt. Belastbare Langzeitdaten aus dem regulären Mehrschichtbetrieb fehlen jedoch weitgehend.

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Zwei Jahre unter Echtbedingungen, mit messbaren Kennzahlen zu Verfügbarkeit, Ladezyklen und Betriebskosten, können eine Grundlage für Investitionsentscheidungen liefern. Wer heute eine Flottenerneuerung plant, kann die Ergebnisse dieser Erprobung abwarten oder vergleichbare Projekte in die eigene Analyse einbeziehen.

Relevant ist das Projekt auch für Betreiber, die Scope-3-Emissionen, also die indirekten Treibhausgasemissionen in der Lieferkette, reduzieren müssen. Logistikdienstleister, die für Industriekunden fahren, geraten durch Lieferkettengesetze und Kundenanforderungen unter Druck, den CO2-Ausstoß des Betriebs nachzuweisen. Elektrisch betriebene Umschlaggeräte sind dabei ein messbarer Hebel.

Die langjährige Geschäftsbeziehung zwischen Heffiq und ITG zeigt, dass solche Pilotprojekte auf etablierten Partnerschaften aufbauen. Händler und Hersteller tragen in diesem Modell das technische Risiko gemeinsam mit dem Betreiber. Für Einkäufer bedeutet das: Der Verhandlungsrahmen für Pilotprojekte bietet oft mehr Spielraum als bei Standardbeschaffungen.

Fazit

Das Projekt am Terminal Venray-Wanssum ist ein technischer Praxistest unter Realbedingungen, mit messbarer Laufzeit und konkretem Ergebnis. Für Terminalbetreiber und Flotteneinkäufer in Hafenlogistik und Intralogistik liefert es in zwei Jahren Daten zum Markt für elektrische Schwerlaststapler.