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Aumovio setzt seinen Portfolioabbau fort. Der frühere Continental-Ableger hat mit der familiengeführten Industrieholding Certina Group einen Kaufvertrag für sein Geschäft mit Scheibenwaschanlagen und Reinigungssystemen unterzeichnet. Die Transaktion umfasst Produktion, Forschung und Entwicklung sowie rund 700 Mitarbeitende. Der Abschluss ist für Ende 2026 geplant. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Standort vollständig in Tschechien

Das betroffene Geschäft ist vollständig in der Tschechischen Republik angesiedelt, mit Hauptsitz in Adršpach. Certina übernimmt damit einen geografisch klar abgegrenzten Produktionsbereich. Für die rund 700 Beschäftigten bedeutet der Verkauf einen Trägerwechsel, nicht den Wegfall des Arbeitsplatzes. Die Transaktion steht noch unter den üblichen regulatorischen Bedingungen.

Zweiter Verkauf innerhalb kurzer Zeit

Aumovio hatte zuvor seinen Standort im belgischen Mechelen an die Dumarey Group veräußert. Dieser Abschluss war im Frühjahr angekündigt worden. CEO Philipp von Hirschheydt bezeichnet den Certina-Deal als weiteren Schritt im Rahmen einer übergreifenden Strategie. Aumovio SE ist in Deutschland ansässig und entwickelt sowie fertigt elektrische, elektronische, mechatronische und mechanische Komponenten für Automobilanwendungen.

Certina als Käufer

Die Certina Group ist eine familiengeführte Industrieholding. Details zu ihrer bisherigen Aufstellung im Automobilbereich sind nicht öffentlich kommuniziert. Mit dem Erwerb der Aumovio-Sparte steigt Certina in ein Nischensegment der Fahrzeugtechnik ein. Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme sind Pflichtbestandteile jedes Fahrzeugs und unterliegen klaren Sicherheitsvorschriften. Der Markt ist reguliert, aber überschaubar.

Portfolioabbau mit klarem Muster

Zwei Transaktionen innerhalb kurzer Zeit zeigen: Aumovio trennt sich von Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören oder eigenständig besser aufgestellt sein können. Für Zulieferer und Einkäufer in der Automobilbranche bleibt offen, wie die Certina Group die Lieferkontinuität aus Adršpach sicherstellt. Dazu gibt es bislang keine öffentlichen Angaben.

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