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Amazon baut das Logistikzentrum in Rheinberg im Kreis Wesel grundlegend um. Bis 2029 fließt ein dreistelliger Millionenbetrag in den Standort. Die Zahl der Beschäftigten soll sich von rund 1.000 auf mehr als 2.000 verdoppeln. Das Unternehmen hat dies am 25. August 2026 offiziell bekanntgegeben.
Mehr Fläche, mehr Artikel, mehr Automatisierung
Das Logistikzentrum hat eine Grundfläche von 110.000 Quadratmetern, das entspricht etwa 15 Fußballfeldern. Um die Lagerkapazität zu steigern, werden in bestehende Hallen Zwischenebenen eingezogen. Die verfügbaren Artikel sollen von bisher rund 8 Millionen auf 20 Millionen steigen.
Kernstück der Modernisierung ist der großflächige Einsatz von Transportrobotern. Diese fahren mobile Regale direkt zu den Kommissionierern, also den Mitarbeitern, die Kundenbestellungen zusammenstellen. Bisher legten diese Beschäftigten die Wege durch die Lagergänge selbst zurück. Durch den Robotereinsatz entfallen diese Laufwege.
Technik bereits erprobt, nun im großen Maßstab
Die Transportroboter sind kein Pilotprojekt. Amazon setzt sie bereits an anderen Standorten ein. In Rheinberg wird das System nun in deutlich größerem Umfang ausgerollt. Konkrete Stückzahlen nennt das Unternehmen nicht, spricht aber von Hunderten Einheiten.
Einordnung für den NRW-Standort
Amazon betreibt in Nordrhein-Westfalen 23 Logistikstandorte. Rheinberg zählt zu den sechs größten davon. Insgesamt beschäftigt der Konzern in NRW gut 14.000 Mitarbeiter.
Rheinberg liegt im dicht besiedelten Rheinland mit hoher Bestelldichte. Das erklärt, warum Amazon dort weiter auf dezentrale Lagerstrukturen setzt.
Was das für die Branche bedeutet
Für Unternehmen aus Produktion, Handel und Logistik ist die Entwicklung in Rheinberg ein Signal. Der Druck auf Liefergeschwindigkeit und Lagerflexibilität steigt weiter. Wer Waren über Amazon vertreibt, kann von einer leistungsfähigeren Infrastruktur profitieren. Wer im Wettbewerb mit Amazon steht, sieht, mit welchen Mitteln der Konzern seine Effizienz weiter ausbaut.
Bemerkenswert ist, dass die Belegschaft trotz stärkerem Robotereinsatz verdoppelt werden soll. Automatisierung ersetzt hier keine Arbeitskräfte, sondern wird bei steigendem Volumen ergänzend eingesetzt. Für den lokalen Arbeitsmarkt im Kreis Wesel ist das ein messbarer Effekt.
Fazit
Amazon investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in Rheinberg und schafft bis 2029 mehr als 1.000 zusätzliche Stellen. Der Umbau verbindet bauliche Erweiterung mit Robotik. Ziel ist ein höheres Artikelvolumen bei kürzeren Durchlaufzeiten.




















