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Drei Themen prägen die Aluminiumindustrie derzeit: Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und CO₂-Regulierung. Die Aluminium 2026 in Düsseldorf bringt diese Diskussion vom 6. bis 8. Oktober zusammen. Erwartet werden mehr als 800 Aussteller sowie über 21.000 Fachbesucher aus aller Welt.

Gesamte Wertschöpfungskette unter einem Dach

Die Messe belegt sechs Hallen auf dem Düsseldorfer Gelände. Das Spektrum umfasst Primäraluminium, Halbzeuge und Verarbeitungstechnologie bis hin zu Oberflächenbehandlung, Software und Recycling. Zwei Konferenzbühnen ergänzen die Ausstellungsfläche.

Die Aluminium Conference in Halle 7a, organisiert gemeinsam mit Aluminium Deutschland, behandelt Märkte, Handel und Industriepolitik. Auf der Agenda stehen außerdem resiliente Lieferketten und Entwicklungen in Schlüsselanwenderindustrien wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Verpackung und Bau.

CO₂-Regulierung als konkretes Betriebsproblem

Eine separate Konferenzbühne in Halle 6 widmet sich ausschließlich Nachhaltigkeit und Recycling. Veranstalter ist RX Global, Partner ist das Analysehaus CRU. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Dekarbonisierungsziele auf Märkte, Geschäftsmodelle und Betriebsabläufe auswirken.

Konkret geht es um den Carbon Border Adjustment Mechanism, kurz CBAM. Der CBAM ist ein EU-Mechanismus, der CO₂-intensive Importe mit einem Preisaufschlag belegt, um europäische Produzenten nicht zu benachteiligen. Sessions befassen sich mit dem aktuellen Umsetzungsstand und der künftigen Entwicklung der CO₂-Preise.

Die Werkstoffindustrie gehört zu den energieintensivsten Branchen in Deutschland. Für Aluminiumproduzenten und deren Abnehmer in der Verarbeitung bedeutet das: CO₂-Kosten sind kein regulatorisches Randthema mehr, sondern ein Kalkulationsfaktor.

Kreislaufwirtschaft braucht technische Voraussetzungen

Die Sustainability and Recycling Area in den Hallen 5 und 6 bündelt Technologien für Kreislaufwirtschaft und CO₂-ärmere Produktion. Das Konferenzprogramm geht dabei über strategische Zielformulierungen hinaus und behandelt die technischen Voraussetzungen einer stärker zirkulären Aluminiumwirtschaft.

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Für Einkäufer und Produktionsleiter ist das relevant. Recyclingfähigkeit von Legierungen, Sortenreinheit beim Schrott und Prozessketten für Sekundäraluminium sind keine Zukunftsfragen mehr. Sie wirken sich bereits jetzt auf Kosten und Lieferfähigkeit aus.

Auszeichnungen für Innovation und Diversität

Erstmals werden die Aluminium Innovation Awards vergeben. Sie zeichnen Leistungen in den Kategorien nachhaltiges und CO₂-armes Produzieren, Technologie- und Produktinnovation sowie intelligente Fertigung, Automatisierung und Konnektivität aus. Außerdem kehren die Women with Metal Awards zurück, die 2024 erstmals verliehen wurden.

Fazit

Die Aluminium 2026 ist kein Schaufenster für fertige Lösungen, sondern eine Arbeitsveranstaltung für eine Branche unter Druck. Chinas Kapazitäten, europäische Energiekosten und verschärfte CO₂-Vorgaben treffen auf eine Industrie, die ihre Produktions- und Beschaffungsmodelle grundlegend überprüfen muss. Wer in der Aluminiumwertschöpfungskette Entscheidungen trifft, findet in Düsseldorf Gesprächspartner und Überblick.